Neben all dem Beruflichen sollte es auch einen weiteren Bereich als Ausgleich geben. Bis 2004 war dies nahezu ausschließlich Schach. Nachdem ich ab Ende 20 mein Körpergewicht von 67 auf 93.5 Kg gesteigert hatte, musste sich hier etwas ändern.

Im Jahr 2004 stieß ich auf eine dreiteilige Sendereihe des SWR, die den Weg von 7 untrainierten Menschen unterschiedlichen Alters und stark unterschiedlicher körperlicher Konstitution zum New York Marathon aufzeigte.

Dieses Projekt hat mich so fasziniert, dass ich mir das Buch zu dieser Sendereihe kaufte und mich damit auf den Freiburg Marathon 2005 vorbereitete, den ich mit 4:12:32 h absolvierte.

Ende 2007 nach insgesamt 12 Wettkämpfen über unterschiedliche Distanzen (darunter 6 x Marathon) war ich schon bei 3:31:57h angelangt.

Ging es Anfangs nur um Streßbewältgung und Gewichtsreduzierung (93.5 Kg -> 71.5 Kg aktuelles Wettkampfgewicht) kam durch eine zufällige Begegnung bei einem Wettkampf mit meiner Schwester Heidrun, die selbst erfolgreiche Leichtathletin war, der Leistungsgedanke hinzu. O-Ton Heidrun: lern Du mal richtig laufen!

Fortan schrieb mir Heidrun die Trainingspläne, welche ich nur noch umsetzen musste. Nach 9 Trainingsjahren war ich im Leistungssport angekommen und lief mit nunmehr knapp 61 Jahren 2015 in Frankfurt den Marathon in 2:58:59h.

Nach 10 Jahren kontinuierlichen Trainings stellten sich dann auch Erfolge bei Meisterschaften ein.

Bis heute ist es mir aber nicht gelungen mich "richtig" vernünftig zu ernähren. Ich werde es wohl nie mehr schaffen, mein Gewicht von 67 Kg, das ich Ende der 70er Jahre hatte, zu erreichen. Diese "Trainingsaufgabe" meines betreuenden Sportprofessors stellt sich für  mich als unerreichbar dar.